Hauskauf ohne eigenkapital

Für den Haubesitzer in spe bedeutet das, dass er den Vorteil, den er sich durch die Ansammlung von Eigenkapital mühevoll erspart, durch ansteigende Zinsen mehr als verlieren kann. Diese Anschauung lässt sich schnell an einem kleinen Beispiel verdeutlichen: Wer die Gesamtkosten von angenommenen 200.000 Euro mit einem Zinssatz von vier Prozent finanziert bekommt, zahlt insgesamt weniger Zinsen, als der Käufer, der zur Vermeidung der Vollfinanzierung den Kauf zurückstellt und erst zehn Prozent Eigenkapital anspart, dann aber aufgrund gestiegener Zinssätze viereinhalb Prozent Zinsen zahlen muss:

Der Zinsaufwand des Kreditnehmers mit Eigenkapital läge dann bei 8.100 Euro gegenüber 8.000 Euro, die der Vollfinanzierer für ein um zehn Prozent höheres Darlehen bezahlen müsste. Der Vergleich hinkt leider ein wenig, da die Finanzinstitute sich höhere Beleihungsausläufe auch mit Zinsaufschlägen bezahlen lassen, zeigt aber dennoch, das in Zeiten steigender Zinsen die Eigenkapitalbildung zur Vermeidung hoher Belastungen aus der Immobilienfinanzierung kontraproduktiv sein kann.