weitere nebenkosten
Der Grundbucheintrag ist wohl der günstigste Punkt auf der Nebenkosten-Liste. Deshalb ist er aber nicht weniger wichtig, denn ohne diesen Eintrag, gilt man rechtlich nicht als Eigentümer des Hauses. Bei einer Finanzierung werden gleichzeitig auch die Grundschulden mit eingetragen. Diesen Eintrag übernimmt das Amtsgericht und erhebt dafür eine Bearbeitungsgebühr, die unterschiedlich ausfallen kann, aber nicht teurer als 50 Euro werden sollte.
- Wurde das Haus von einem Makler vermittelt, fällt eine Maklercourtage an. Diese Käuferprovision kann von Region zu Region unterschiedlich ausfallen und liegt zwischen 3-6% des Kaufpreises. Nehmen wir für unsere Rechnung einen Mittelwert von 4% von 200.000, so kommen wir auf einen Betrag von 8.000 Euro.
- Handelt es sich bei dem gekauften Haus um einen Neubau mit Erstbezug und steht es zudem noch in einem Neubaugebiet, können unter Umständen noch Erschließungskosten anfallen. Diese Kosten für die öffentliche Erschließung von Straßen, Grünflächen und Fußwegen, aber auch die Erschließung durch Hauptkanäle und -Leitungen, könnten bereits im Kaufpreis enthalten sein, müssten dann aber ausdrücklich notariell vereinbart worden sein. Ist dies nicht der Fall, so darf die Gemeinde diese Erschließungskosten des Baugrundstücks, in Höhe von bis zu 90% auf den Käufer des Hauses umlegen. Nicht selten kommt dann ein fünfstelliger Betrag auf den Käufer zu. Gehen wir für unsere Beispielrechnung einmal von einem Betrag von 10.000 Euro aus. Die öffentlichen Erschließungskosten dürfen aber nur bis zur eigenen Grundstücksgrenze berechnet werden, da alle Kanäle, Leitungen usw. die sich auf dem Grundstück befinden, Hausanschlusskosten sind und zu den Herstellungskosten des Hauses zählen.
Eine Beispielrechnung:
200.000 Euro Kaufpreis
+ 7.000 Euro Grunderwerbsteuer
+ 3.000 Euro Notargebühren
+ 50 Euro Grundbucheintrag
+ 8.000 Euro Maklercourtage
+10.000 Euro Erschließungskosten
= 228.050 Euro Gesamtsumme
Wer sich also ein Haus finanzieren möchte, welches 200.000 Euro kostet, sollte mindestens einen Kredit von 228.050 Euro aufnehmen. Um aber noch Luft zu haben, etwa für den Umzug selbst, neue Möbel oder evtl. Renovierungskosten, bietet es sich an, die Kreditsumme mit etwa 250.000 Euro einzuplanen.